Petter Neby

Petter Neby, Gründer und CEO von der Firma Punkt., ist ein Norwegischer Technologieunternehmer.

Er gründete sein erstes Unternehmen im 1989 in Norwegen, wenn er nur siebzehn Jahre alt war und zog im 1991 nach Paris, um für ein internationales Unternehmen der Unterhaltungselektronik zu arbeiten.

Innovation und Kreativität haben Petter veranlasst, Unternehmen in den Bereichen von Telekommunikation, Unternehmenssoftware und Website erfolgreich zu gründen und führen.

Petter gründete  Punkt im 2008, um unkomplizierte Alternativen zu Multifunktionsgeräten anzubieten, die den Markt für Unterhaltungselektronik zu dominieren begannen.

Frage 1

Welche Art von Geräten verwenden Sie und wie?

 

MP02 in Kombination mit einem ThinkPad.

 

 

Frage 2

Effektivität erfordert Konzentration. Wie anfällig sind Sie für die Ablenkungsindustrie?

 

Es ist fast unmöglich, für die Ablenkungsindustrie im 21. Jahrhundert nicht anfällig zu sein; deshalb habe ich vor etwas mehr als zehn Jahren Punkt. gegründet. Ich konnte sehen, welche Auswirkungen das Internet als ständiger mobiler Begleiter auf die Aufmerksamkeitsspanne und den Lebensstil der Menschen haben würde. Die Anforderungen des modernen Lebens geben uns das Gefühl, ständig online sein zu müssen. Es ist Zeit, unserem Verhältnis zur Technik ein paar gesunde Grenzen zu setzen, um zu einer besseren Lebensqualität zu kommen.

Multitasking ist ein Mythos. Wenn wir mehr als eine Sache auf einmal tun, tun wir sie nicht so gut, egal was es ist. Aber Ablenkung zu vermeiden ist heutzutage schwieriger als wir denken. Wir arbeiten oft selbst dann noch, wenn wir am Steuer eines Fahrzeugs sitzen, was ja unsere Wahrnehmungsfähigkeiten beansprucht. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf mehrere Dinge verteilen, steigt unser Arbeitspensum und die Ergebnisse unserer Anstrengungen werden nur noch durchschnittlich. Das gilt für mich ebenso wie für jeden anderen Menschen: Ich merke das, wenn ich versuche, mehr als eine Sache auf einmal zu tun. Konzentration führt zu besseren Ergebnissen.

 

 

Frage 3

Prominente Persönlichkeiten aus dem Silicon Valley sind dafür bekannt, den Kontakt ihrer Kinder mit der Technik stark einzuschränken. Madonna sagte vor kurzem, sie glaube, dass es ein Fehler war, ihren älteren Kindern schon mit 13 Jahren ein Telefon gekauft zu haben.

Sehen Sie Unterschiede zwischen Menschen, die aufgewachsen sind, bevor es Smartphones gab und solchen, die danach aufgewachsen sind?

 

Der bessere Orientierungssinn! Wir alle haben von Menschen gelesen, die über eine Klippe gefahren sind, weil das GPS es so wollte! Ich denke, dass wir mit dem Aufkommen des Smartphones den Rückgang einer ganzen Reihe von kognitiven Fertigkeiten erleben.

Mit dem Internet als ständigem Begleiter vergessen wir, wie schnell wir unser Gehirn an das Telefon abgeben. Wähle ein Restaurant, hole dir eine Wegbeschreibung, rufe einen Freund an, geh zu einem Treffen, wähle eine Musik aus, lade eine Gesundheits-App herunter: im Zweifelsfall fragen wir Google.

Aus dem Fenster zu schauen, auf einer Stadtbank zu sitzen, mit Fremden zu plaudern, nach dem Weg zu fragen oder sich zu verlaufen, kann eine große Chance für menschliche Interaktion und Glück sein. Auch Langeweile, die wir mit Smartphones immer häufiger vermeiden, ist für die Kreativität unerlässlich.

Ich fürchte, dass wir, wenn wir zu sehr auf Smartphones angewiesen sind, die alles für uns übernehmen sollen, an Selbstbestimmtheit verlieren. Selbstbestimmtheit ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil dafür, dass Menschen sich wohlfühlen.

Vor dem Smartphone haben Verbindungen im wirklichen Leben den Menschen geholfen, eigene Fähigkeiten und Meinungen und vielleicht sogar ein stärkeres Gefühl der Zugehörigkeit zur Welt zu entwickeln.


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